Das WLAN-Modul
Ein industrielles WLAN-Modul für die Hutschiene im Schaltschrank. Es liest Betriebsdaten per Modbus RTU direkt aus den Registern des Frequenzumrichters aus und überträgt sie per WLAN an die Kiotra-Cloud — ohne Eingriff in die bestehende Steuerung.

Technische Daten
So funktioniert die Kommunikation
Das WLAN-Modul ist der Modbus-Master auf dem RS-485-Bus. Es liest zyklisch die Register des Frequenzumrichters aus — und optional weitere Modbus-Teilnehmer wie I/O-Erweiterungsmodule. Die Daten werden per WLAN an die Kiotra-Cloud gesendet. Steuerbefehle (z.B. Drehzahl ändern) kommen über die Cloud zurück und werden per Modbus an den Frequenzumrichter weitergegeben.
Woher kommen die Sensordaten?
Das WLAN-Modul hat keine eigenen Sensoreingänge. Alle Messwerte werden über den Modbus-RTU-Bus ausgelesen — in erster Linie direkt aus dem Frequenzumrichter. Zusätzliche Sensoren werden bevorzugt an die freien Eingänge des FU angeschlossen. Erst wenn diese belegt sind, kommen separate I/O-Module hinzu.
Vom Frequenzumrichter — standardmäßig verfügbar
Jeder moderne Frequenzumrichter stellt über seine Modbus-Register bereits eine Vielzahl an Betriebsdaten bereit. Das WLAN-Modul liest diese Register zyklisch aus:
Zusätzliche Sensoren — über den Frequenzumrichter
Die meisten modernen Frequenzumrichter verfügen über freie Analog- und Digitaleingänge (z.B. 4–20 mA, 0–10V, potentialfreie Kontakte). Externe Sensoren können direkt an diese Eingänge angeschlossen werden — die Messwerte sind dann über die Modbus-Register des Frequenzumrichters auslesbar, ohne zusätzliche Hardware.
Erst wenn alle Eingänge am Frequenzumrichter belegt sind, kommt ein separates Modbus-I/O-Erweiterungsmodul auf denselben RS-485-Bus. Dieses Modul erhält eine eigene Modbus-Adresse und wird ebenfalls auf der Hutschiene montiert.
Alles in einem Modul
- ESP32-S3 ProzessorDual-Core, WLAN + Bluetooth, OTA-Updates über die Cloud
- RS-485 / Modbus-BusIntegrierter Modbus-Master — mehrere Teilnehmer auf einem Bus (FU, I/O-Module)
- CAN-Bus (isoliert)Für Frequenzumrichter mit CANopen-Schnittstelle — alternative Kommunikation neben Modbus
- 7–36V WeitbereichseingangLäuft direkt an 24V DC aus dem Schaltschrank, kein externer Wandler nötig
- IndustriegehäuseHutschienenmontage, Schraubklemmen, Status-LEDs
- Kompaktes FormatNur 91.6 × 23.3 mm Grundfläche — passt in jeden Schaltschrank
Was Sie beschaffen müssen
- 1× WaveShare ESP32-S3 Control Board (RS485 + CAN)
- RS-485-Kabel (2-adrig, z.B. CAT5) zum Modbus-Port des Frequenzumrichters
- 24V DC Spannungsversorgung (i.d.R. im Schaltschrank bereits vorhanden)
- WLAN-Abdeckung im Bereich des Schaltschranks
- Sensoren mit Analogausgang (4–20 mA oder 0–10V) — an freie Eingänge des Frequenzumrichters
- Nur wenn FU-Eingänge belegt: Modbus-RTU-I/O-Modul (Hutschiene, 24V DC) + RS-485-Kabel
Installation
WLAN-Modul auf die Hutschiene clipsen, RS-485 (A+ / B−) an den Modbus-Port des Frequenzumrichters anklemmen, 24V Spannungsversorgung anschließen, WLAN-Zugangsdaten über die Kiotra-App konfigurieren — fertig. Kein Eingriff in die bestehende Steuerung, keine CE-Problematik.
Für zusätzliche Sensoren: Bevorzugt an die freien Analog-/Digitaleingänge des Frequenzumrichters anschließen — die Werte werden über dieselben Modbus-Register mit ausgelesen. Erst wenn alle FU-Eingänge belegt sind, wird ein separates I/O-Erweiterungsmodul auf denselben RS-485-Bus geschaltet.